News

Maschinenbau: Nachholbedarf trotz Wachstums + guter Prognose

Maschinenbau: Nachholbedarf trotz Wachstums und guter Prognose

Mit leichtem Wachstum wird der Maschinen- und Anlagenbau dieses Jahr abschließen. Und auch die Prognosen für 2018 sehen für die Branche trotz ungewisser weltpolitischer Lage gut aus. Nach wie vor ist der Maschinen- und Anlagenbau der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Dennoch hat die Branche personelle Probleme.

Problematisch ist die Wirtschaftslage in Deutschland keineswegs, so wenig Arbeitslose wie heute gab es seit der Wiedervereinigung noch nie. Für Arbeitnehmer ist das großartig! Für Unternehmen birgt es Probleme, wenn Stellen frei bleiben, weil die Fachkräfte fehlen oder Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, weil es keine geeigneten Bewerber gibt.

Aktuelle Umfragen haben ergeben, dass der Fachkräftemangel bereits sehr deutlich zu spüren ist. So gaben 37% der befragten Unternehmen in Leipzig an, dass der Fachkräftemangel für die Durchführung von Investitionen ein Hindernis darstellt. Jedes achte Unternehmen sieht durch den Mangel an Arbeitskräften sogar seine Produktion gefährdet. Wo die Arbeitskräfte fehlen, müssen entweder Aufträge abgelehnt werden oder die Stammbelegschaft muss länger und mehr arbeiten. Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen, dass immer mehr „Ältere“ einem Erwerb nachgehen bzw. weiterarbeiten bis ins hohe Alter - vielfach nicht aus finanziellen Gründen, sondern, um das Unternehmen nicht im Stich zu lassen.

Als Motor für die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland kommt dem Maschinenbau immer wieder eine Schlüsselrolle zu. Von seiner Entwicklung hängen andere Branchen wie Handel und Dienstleistungsmarkt direkt ab. Daher ist es umso wichtiger an dieser Stelle aktiv zu werden und Maßnahmen zu ergreifen, wie z. B. die Attraktivität der Facharbeiterausbildung zu steigern. Mit dem Unsicherheitsfaktor Personalmangel lassen sich die größeren Ziele Industrie 4.0 und die Digitalisierung jedenfalls nur schwer angehen.

Quellen:
"Unternehmerkunden-Studie 2017" der Commerzbank
VDMA-Broschüre "Maschinenbau in Zahl und Bild 2017"

Zurück